Kammerjäger

Informationen: Motten

Motten sind lästig und werden schnell zur Plage. Egal, ob es sich um Kleider- oder Lebensmittelmotten handelt, die Schädlingen breiten sich rasend schnell aus. Die weiblichen Motten legen jeweils 250 bis 300 Eier, aus denen weitere Motten schlüpfen. Danach fressen sich die Motten durch Lebensmittel oder Textilien. Hat man den Verdacht Motten in der Wohnung zu haben, sollte schnell reagiert werden, damit die Schädlinge sich nicht allzu sehr ausbreiten. Ist man bei der Bekämpfung unsicher, oder scheitert ein erster eigener Bekämpfungsversuch, sollte besser der Kammerjäger hinzu gezogen werden.

Die Motte erkennen

Motten haben eine schmetterlingshafte Körperform. Sie werden etwa zwölf bis 18 Millimeter lang. Die nachtaktiven Schädlinge haben eine Lebensdauer von rund neun Wochen. Lebensmittelmotten und Kleidermotten sind ähnliche Mottenarten, die Unterscheidungen an den Flügeln aufweisen. Die Lebensmittelmotte hat eine dunkelbraune oder graue Grundfarbe, die von sehr deutlichen schwarzen Zeichnungen auf den Flügeln ergänzt wird. Die Kleidermotte hingegen ist heller. Oft weisen diese Motten eine gelbe Grundfarbe auf, und die Flügel schimmern silbern. Ist eine Motte alt, dann fliegt sie nicht mehr, sondern bewegt sich kriechend fort.

Wie man einem Mottenbefall vorbeugen kann

Motten suchen sich auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen ihren Weg in Wohnungen. Oft fliegen sie durch geöffnete Fenster oder Türen. Häufig werden sie auch aus dem Supermarkt eingeschleppt. Trockene Lebensmittel, wie Mehl, sind häufig bereits von Lebensmittelmotten befallen, wenn sie eingekauft werden. Um die Wahrscheinlichkeit eines Mottenbefalls einzudämmen, können einige Maßnahmen helfen. Grundsätzlich sollte man seine Wohnung möglichst rein halten und die Böden regelmäßig wischen oder absaugen. Teppiche, Decken, Gardinen und Kissen sollten ebenso regelmäßig gesäubert werden. Am besten wäscht man sie bei 60 Grad in der Waschmaschine. Fenster und Türen können mit Fliegengittern versehen werden, um ein ungewolltes Einfliegen von Motten zu vermeiden. Kleidermotten wehrt man gut ab, indem man aktuell nicht genutzte Garderobe in luftdichte Plastiksäcke verpackt. Es bietet sich an die Sommer- und Wintergarderobe jeweils getrennt voneinander aufzubewahren, und den Schrank zwei Mal im Jahr umzuräumen. Nach der Saison sollten die Kleidungsstücke immer möglichst heiß in der Waschmaschine gewaschen werden, bevor sie in Plastiksäcke verpackt werden. Gegen Kleidermotten helfen auch Duftsäckchen, die im Kleiderschrank aufgehängt werden. Diese können zum Beispiel Lavendel, Zedern oder Nelken enthalten. Kleidermotten meiden diese Duftstoffe. Wer Lebensmittelmotten vorbeugen möchte verpackt seine Lebensmittel in luftdichte Behälter aus Plastik oder Glas. Besonders empfohlen wird dies bei allen trockenen Lebensmitteln wie etwa Müsli, Getreidesorten, Reis, Nudeln oder auch Tee.

Woran man einen Mottenbefall erkennen kann

Einen Mottenbefall erkennt man leicht dadurch, dass die Schädlinge durch die Küche oder das Schlafzimmer fliegen. Ist man nicht sicher, ob es sich bei den Flugtieren tatsächlich um Motten handelt, sollte man Larven und Kokons der Motten suchen. Auf der Suche nach Kleidermotten kontrolliert man hier den Kleiderschrank oder Kommoden. Wer nach Lebensmittelmotten sucht, sollte alle angebrochenen Lebensmittelpackungen und auch Plastikbehälter und Dosen kontrollieren. Lebensmittelmotten hinterlassen häufig neben Eiern und Larven auch weiße Gespinste, die wie sehr feine Spinnweben aussehen in den Lebensmitteln.

Welche Schäden Motten anrichten können

Motten richten nur selten gesundheitsbedenkliche Schäden an. Sie können jedoch auf Grund der von ihnen verursachten Fressschäden eine Menge Geld kosten. Kleidermotten verursachen Schäden in Textilien. Hat man es mit einem schweren Mottenbefall zu tun, kann unter Umständen die komplette Garderobe erneuert werden müssen. Besonders stark sind Textilien aus Wolle und Pelze betroffen. Die Motte wird durch Hautschuppen angelockt, die nach dem Tragen in den Textilien zurück geblieben sind. Der Schädling frisst sich rund um die im Textil klebende Hautschuppe, und verursacht somit ausgefranst wirkende Löcher. Auch Teppiche fressen Kleidermotten gerne an. Sind Lebensmittel von Motten befallen, müssen sie komplett entsorgt werden. Der Verzehr kontaminierter Lebensmittel kann zu starken Magen- und Darmbeschwerden führen.

Wie Motten effektiv bekämpft werden können

Hat man Motten in der Wohnung entdeckt, steht zunächst eine Reinigungsaktion an. Die Wohnung sollte gründlich gesaugt und gewischt. Hat man es mit Kleidermotten zu tun, müssen auch Schränke und Kommoden von innen ausgewischt werden. Die Ritzen der Möbelstücke dürfen auf keinen Fall ausgelassen werden. Am besten werden alle Kleidungsstücke, und weiteren in der Wohnung befindlichen Textilien, gewaschen. Bei einem Befall mit Lebensmittelmotten sollten Küche und Speisekammer mit Essigreiniger geputzt werden. Danach sollte man die Augen offen halten und regelmäßig kontrollieren, ob die Motten zurückkehren. Erscheinen sie immer wieder sollte der Kammerjäger kontaktiert werden. Er kann alle Mottennester lokalisieren und Duftfallen aufstellen. Auf diese sprechen die Schädlinge in der Regel an. Auch kann er betroffene Räume ausräuchern oder einnebeln, woraufhin die Motten absterben sollten. Je nachdem wie stark der Mottenbefall ist, und inwieweit abgelegte Eier und Larven vorhanden sind, kann es nötig sein die Behandlung mehrfach zu wiederholen. In einigen Fällen dauert die Bekämpfung der Motten bis zu zwei Wochen.