Kammerjäger

Informationen: Materialschädlinge

Hinter dem Begriff Materialschädlinge verbirgt sich genau das, was man erwartet. Man bezeichnet damit Insekten, die Materialien schädigen können, die pflanzlicher oder auch tierischer Herkunft sind. Dabei handelt es sich oftmals um Holz, Textilien, Papier, Pelze, Wolle und auch Leder. Der Materialschädling treibt in Privathaushalten und auch in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen sein Unwesen. Stark betroffen sind zum Beispiel Museen, Archive oder Kirchen.

Welche Materialschädlinge gibt es?

Als Materialschädling werden eine ganze Reihe von Insekten bezeichnet. Zum Beispiel Museums- und Teppichkäfer, Kleidermotten, Motten, Messingkäfer, Staubläuse, Holzwürmer, Papierfischchen, Pelzkäfer, Speckkäfer und Wollkrautblütenkäfer.

Welche Schäden richten Materialschädlinge an?

Wenn ein Gebäude von Materialschädlingen befallen ist, können die Schäden sehr hoch ausfallen, da die Schädlinge oftmals sehr teure und hochwertige Güter schädigen. Sie arbeiten sich durch Loch- und Schabefraß durch Güter wie Pelze, alte oder antiquarische Bücher und Dokumente sowie durch Kunstgegenstände. So können auch Skulpturen, teure Gemälde, Kostüme, Teppiche oder Antiquitäten geschädigt werden. Im schlimmsten Fall zerstören Materialschädlinge historische und naturkundliche Ausstellungsstücke in Museen unwiderruflich. Fressen sie sich etwa durch Antiquitäten in den Räumlichkeiten eines Antiquitätenhändlers, leidet zudem nicht selten dessen Renommee so stark, dass eine Geschäftsaufgabe die Folge ist. Im privaten Bereich schädigen Materialschädlinge zum Beispiel Kleidungsstücke, Heimtextilien und Lebensmittel.

Wie kann ein Befall mit Materialschädlingen erkannt werden?

Eines der Erkennungszeichen von Materialschädlingen, ist eine Spur ihrer Ausscheidungen, die sich durch eine Privatwohnung, oder aber eine Kunstsammlung zieht. Diese haben in etwa die Größe eines Salzkorns und weisen eine schwarze Färbung auf. Auch lebende oder tote Insekten, Insekten-Larven oder Eier, die meist in der Nähe von Fenstern auszumachen sind, sind ein Hinweis auf einen Befall mit Materialschädlingen. Schädlinge, die sich an Textilien gütlich tun, wie zum Beispiel Motten, Pelz- oder Teppichkäfer, hinterlassen ausgefranste Fraßlöcher in Textilien und Pelzen.

Wie sehen Materialschädlinge aus?

Materialschädlinge sind in unterschiedliche Kategorien zu unterteilen. Sie unterscheiden sich optisch und auch in ihrer Zugehörigkeit zu den Arten.

Die Motten

Zur Art der Motten zählen die gewöhnliche Motte, die Kleidermotte, die Pelz- und die Korkmotte. Motten schädigen in erster Linie Textilien und Lebensmittel. Motten sind nachtaktiv. Die Lebensdauer der Fluginsekten, die sich aus Raupen bilden, beträgt jeweils um die neun Wochen. Kleidermotten sind etwa vier bis neun Millimeter groß. Andere Mottenarten können bis zu 16 Millimeter lang werden. Die Insekten weisen meist eine gelbliche bis bräunliche Färbung auf. Die Raupen sind schmutzig weiß.

Die Käfer

Zu den Käfern unter den Materialschädlingen zählen die Messingkäfer, Kugelkäfer, Pelzkäfer, Teppichkäfer, Speckkäfer und Wollkrautblütenkäfer. Sie greifen Kleidung, Textilien, Pelze, Kork, Holz, Tabakballen, Leder, Lebensmittel oder Polstermöbel an. Die Größe der unterschiedlichen Käferarten variiert: von zwei Millimeter bis etwa zehn Millimeter. Die Körperform ist in der Regel oval. Die Käfer haben jeweils sechs Beine. Farbliche Schattierungen fallen ebenfalls unterschiedlich aus. Die Grundfarbe der Käfer ist meist beige bis braun mit schwarzen oder braunen Zeichnungen am Rücken. Der Pelzkäfer ist schwarz mit weißen Flecken. Alle Käfer pflanzen sich fort indem sie Eier ablegen, aus denen sich Larven entwickeln. Nach einer Verpuppungsphase schlüpfen die Käfer.

Die Staublaus

Staubläuse sind ein bis zwei Millimeter lang und haben einen gelbbraunen Körper. Staubläuse sind auch unter der Bezeichnung Bücherläuse geläufig, und greifen Papier, Holzwolle und Polstermöbel an. Sie fühlen sich besonders in einer feuchten Umgebung sehr wohl, und siedeln oft unter Tapeten, in Matratzen oder in feuchten Kellern und Dachstühlen.

Der Holzwurm

Der Holzwurm ist die Larve eines Nagekäfers. Die Käfer selbst sind zwei bis fünf Millimeter lang, und ungefährlich. Sie richten keine Schäden an. Allerdings vermehren sie sich via Ablage von Eiern aus denen die Holzwürmer schlüpfen. Die Holzwürmer können bis zu acht Jahre alt werden und fressen sich durch Holz.

Warum Materialschädlinge bekämpft werden sollten

Materialschädlinge können die von ihnen befallenen Materialien so stark schädigen, dass sie komplett unbrauchbar werden. Je nach Material, oder Wert des befallenen Objekts, können diese Schäden sehr kostenintensiv ausfallen. Daneben ist eine Bekämpfung aus Hygienegründen anzuraten. Hat man den Befall mit Materialschädlingen entdeckt, hilft der Kammerjäger weiter. Je nach Schädlingsart können sich die Bekämpfungsmethoden unterscheiden. Der Kammerjäger führt zunächst eine Bestandsaufnahme vor Ort durch. Er lokalisiert die Befallsnester und stellt fest um welchen Schädling es sich handelt. Darauf stimmt er dann seine Bekämpfungsmethode ab.